Preciosa Kronleuchter_nah
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17.04.2019

Wo mit digitaler Schneidtechnologie Preziosen entstehen

Preziosen aus Glas sind das Geschäft der tschechischen Preciosa. Das traditionsreiche Familienunternehmen entwirft von Schmuck für Bijouterien bis hin zu aufwändigen Beleuchtungssystemen für Hotels oder Kreuzfahrtschiffen alles, was mit Glas zu tun hat. Traditionelles Handwerk, einzigartige Innovationskraft und modernste Produktionsmittel werden gekonnt miteinander verbunden.

Die Glasproduktion ist eine Handwerkskunst, deren Anfänge in Böhmen bis ins 16. Jahrhundert zurückgehen. Preciosa betrieb hier eines der ersten Werke für traditionelle tschechische Glasperlen überhaupt. Mit ihren Glasprodukten hat Preciosa schon früh einen Weltruf erlangt. Die opulenten böhmischen Kronleuchter aus dem sogenannten Kristalltal rückten schon im Barockzeitalter die Reichen und Mächtigen dieser Welt ins rechte Licht.

Heute ist die Preciosa Group ein internationales Grossunternehmen, das an ihren Produktionsstandorten, darunter Kamenicky Senov, täglich rund 40 Tonnen Glas einschmilzt. Daraus entstehen Kristallkomponenten für den Modebereich, die berühmten tschechischen Glasperlen, Schmucksteine oder massgeschneiderte Lichtinstallationen. Die exklusiven Kronleuchter beleuchten Foyers von Luxushotels, Casinos oder Speisesäle auf Kreuzfahrtschiffen und schmücken zahlreiche Privatvillen auf der ganzen Welt.

Es ist die Kombination aus traditionellem Handwerk und modernsten Herstellungstechniken, die massgeblichen Anteil am weltweiten Erfolg von Preciosa hat. Nach wie vor ist die Herstellung der gläsernen Produkte stark handwerklich geprägt. Mittlerweile wird aber auch modernste digitale Produktionstechnik eingesetzt. So setzt Preciosa in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung neben Nanotechnologie oder 3D-Modellierungslösungen seit 2018 ein hochmodernes digitales Schneidsystem von Zünd ein. Preciosa ist in Sachen digitalisierte Arbeitsprozesse schon sehr weit. Mit dem Zünd Cutter hat man nun einen wichtigen Prozessschritt digitalisiert. Mit seiner modularen Bauweise und seinen universellen Einsatzmöglichkeiten bearbeitet der Zünd Cutter unterschiedlichste Materialien äusserst effizient und vereinfacht komplexe Prozesse wie die Herstellung dreidimensionaler Giessformen, die in der Glasverschmelzung eingesetzt werden. Solche Giessformen können heute ab CAD-Daten quasi auf Knopfdruck vollautomatisch ausgefräst werden.

Die Konstruktion der Beleuchtungen ist in vielerlei Hinsicht anspruchsvoll. Glas wird mit unterschiedlichsten Materialien kombiniert und weiterverarbeitet. Die Entwickler arbeiten mit Holz, Acryl, Aluminium, MDF, Gips, Schaumstoffen und sogar mit Textilien. All diese Materialien mit ein und demselben Cutter und unter Produktionsbedingungen zuschneiden oder fräsen zu können, waren zwei matchentscheidende Gründe, weshalb sich Preciosa für einen Zünd Cutter entschieden hat.

«Der Zünd G3 Cutter ist die modularste und universellste Schneidlösung auf dem Markt. Wir können ihn für die Entwicklungsarbeit, den Formenbau und die Prototypenherstellung genauso gut einsetzen wie für Einzelaufträge oder Kleinserien», erklärt der Leiter der F&E, Vladimír Hejkal. Vor der Investition wurden sämtliche Materialien ausschliesslich manuell in Form gebracht. Das sei klar zulasten der Geschwindigkeit und der Präzision gegangen, erklärt Hejkal: «Wir sind mit dem Zünd Cutter viel schneller und können viel präziser arbeiten. Die hohe Qualität beim Zuschnitt und beim Fräsen mit dem Fräsmodul RM-L mit 3,6 kW hat uns von Beginn weg begeistert. Der digitalisierte Zuschnitt ermöglicht uns zudem eine perfekte Wiederholgenauigkeit. Eine solche würden wir im manuellen Zuschnitt nicht einmal annähernd erreichen».

«Zünd Cutter sind Hightech-Lösungen. Wir betrachten die Anschaffung als langfristige Investition, die uns in der Forschung mit neuen Materialien und der Entwicklung neuer Produkte enorm weiterbringt»

Bildunterschrift 1:
Seit 2018 setzt Preciosa in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung ein hochmodernes digitales Schneidsystem von Zünd ein.

Bildunterschrift 2: 
«Die hohe Qualität beim Zuschnitt und beim Fräsen mit dem Fräsmodul RM-L mit 3,6 kW hat uns von Beginn weg begeistert.»