
Was das Glück der Erde mit einem Zünd Cutter zu tun hat
In der Sattlerei La Belle Sattel in Herisau verschmelzen Tradition und technologischer Fortschritt zu einem harmonischen Handwerk. Wo sonst Handschere und Schablone den Takt vorgaben, prägt heute digitale Präzision den Zuschnitt. Der Zünd Cutter eröffnet dem Team um Philipp und Marianne Seiler neue Freiräume, sorgt für konstante Qualität und sichert die Zukunft eines Berufs, der seit Jahrhunderten von Erfahrung lebt. Eine Geschichte darüber, wie ein mutiger Schritt in die Digitalisierung das Sattlerhandwerk nicht ersetzt, sondern stärkt.
Es ist geschäftig in der Werkstatt der Sattlerei La Belle Sattel im ostschweizerischen Herisau. Der Duft von Leder liegt in der Luft. Hier entstehen in präziser Handarbeit und enormem Fachwissen hochwertige Reitsättel für Freizeit-, Dressur- und Springsport. Jeder Sattel ist ein Unikat, mit viel Liebe zum Detail passgenau auf den Pferderücken zugeschnitten.
Dass die Manufaktur technologisch auf dem neuesten Stand arbeitet, zeigt sich beim Blick in die Werkstattmitte: Seit Herbst 2025 unterstützt ein Zünd Cutter G3 XL‑1600, ergänzt durch Projektionslösung und die Software MindCUT, das 15‑köpfige Team im digitalen Zuschnitt.
Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde, heisst es.
Und das grösste Optimierungspotenzial für den Zuschnitt steckt in einem Cutter von Zünd.

Traditionelles Handwerk trifft digitale Präzision
Dass der Zuschnitt von Leder, Schaumstoffen, von Latex und Filzen heute digital erfolgt, ist keineswegs selbstverständlich. Die Sattlerei ist ein traditionell geprägtes Handwerk. Vom Vermessen des Pferderückens über das Bespannen des Sattelbaums bis hin zum Vernähen und Beziehen erfolgt vieles bewusst von Hand, um Passform und Optik exakt steuern zu können.
Für Inhaber Philipp Seiler, selbst passionierter Springreiter, ist der Schritt in die digitale Zukunft ein bewusster Entscheid – obwohl er kein Digital Native ist. Aufgewachsen auf einem Bauernhof mit Pferdezucht und Kutscherei, entdeckte er früh seine Leidenschaft fürs Reiten und für Lederarbeiten.
Der gelernte Sattler arbeitete ab 1998 für die damalige Rolf Weishaupt Sattlerei, die sich 2005 in La Belle Sattel umbenannte und 2020 von Philipp Seiler und seiner Frau Marianne Seiler übernommen wurde.
Die beiden haben sich mit ihren hochwertigen, massgefertigten Sätteln einen Namen in der Reiterszene im In- und Ausland gemacht. Ihr Erfolg basiert auf konsequenter Qualität – und auf klugen Investitionen. «Die Frage, wie digitale Technologie unsere Manufaktur sinnvoll ergänzen kann, beschäftigt uns seit Jahren», sagt Seiler.
Die Investition in die digitale Zuschnittlösung von Zünd sei der logische nächste Zukunftsschritt gewesen, ist Seiler überzeugt: «Die Digitalisierung des Zuschnitts hat in unserem Unternehmen einen tiefgreifenden Kulturwandel ausgelöst.» Gute Fachkräfte zu finden, sei anspruchsvoll, sagt Seiler. Gefragt seien moderne Arbeitsumgebungen, intelligente Werkzeuge – und Betriebe, die Mut zu Veränderung zeigen. Der Schritt vom mühsamen Handzuschnitt zum digitalisierten Zuschnitt war denn für La Belle Sattel auch nicht nur eine Investition in Präzision, Wirtschaftlichkeit und Effizienz. Er ist auch ein Bekenntnis zur Zukunft des Sattlerhandwerks.

Ein Sattel – so individuell wie Pferd und Reiter
So verschieden die Reitstile, so unterschiedlich sind die Sättel; Dressursättel für eine gerade Sitzhaltung des Reiters auf dem Pferd, flache Springsättel für angewinkelte Beine und maximale Bewegungsfreiheit. Seiler besucht Pferd und Reiter persönlich, macht sich ein Bild von beiden und nimmt Mass. «Viele Menschen haben beispielsweise eine etwas schräge Hüfte. Auf solche Details achte ich». Neben der Rasse beeinflusst auch das Alter die Rückenform eines Pferdes. Der Sattel muss sich dem Pferderücken anpassen und mit diesem mitwachsen. Schliesslich haben die Einzelstücke von La Belle Sattel eine Lebensdauer von gut und gerne 10 bis 15 Jahren.
Der Sattel ist die Komfortzone für Pferd und Reiter. «Er bietet Halt und verteilt das Gewicht des Reiters gleichmässig auf dem Pferderücken», erklärt Seiler. Der Sattelbaum bildet die Grundlage für den Aufbau, der Sattler sorgt mit seinem individuellen Handwerksgeschick für die Passform. Ein Sattel ist massgefertigt und muss als Bindeglied zwischen Mensch und Pferd passen, oder passend gemacht werden. Während ein Qualitätssattel uns über Jahre hinweg Komfort bietet, sieht das fürs Pferd anders aus: Die sich in der Ausbildung verändernden Muskeln verlangen ein regelmässiges Anpassen. Beim Sattelkauf lohnt es sich deshalb, gleich von Anfang an den versierten Sattler beizuziehen.
Fragt man Seiler, worauf ein Pferd Wert legen würde, lächelt er:
«Auf einen weichen Sattel, der richtig sitzt – den Tiefpunkt am richtigen Ort,
nicht zu weit hinten. Ohne scheuernde Nähte. Und wahrscheinlich auf Reiter,
die nicht zu schwer und im Gleichgewicht sind.»

Der Sattelbaum – des Sattels Kern
Ein Sattel besteht aus rund 30 Einzelteilen. Dabei kommen neben verschieden dicken und dünnen, harten und weichen Rinds- und Kalbsledern auch Filz und Schafwolle zum Einsatz.
Das Herzstück des Sattels ist der Sattelbaum, gefertigt von einer Berner Wagnerei aus Buchenholz. Seiler legt auch hier grössten Wert auf Qualität und Genauigkeit. Der Sattelbaum wird vom Sattler mit Gurten bespannt und erhält so seine endgültige Form. Auf den bespannten Sattelbaum kommt Latex oder Schaumstoff (bei Springsätteln), dann die verschiedenen vorab miteinander vernähten Lederteile. Die Sitzfläche wird im nassen Zustand auf den Sattelbaum aufgespannt. So schafft es La Belle Sattel, die Sattelrundungen glatt und faltenfrei zu beziehen. «Diese sorgfältige Arbeitsweise ist unser Markenzeichen», sagt Philipp Seiler stolz.

Digitaler Zuschnitt als Qualitäts- und Effizienzgewinn
Wo einst Papierschablonen und Scheren das Bild dominierten, entstehen die Schnittmuster heute am Computer und werden auf dem Zünd G3 Cutter interaktiv auf der Lederhaut platziert und millimetergenau geschnitten. Der digitale Workflow zahlt sich besonders bei Reparaturen aus: schadhafte Teile können digital erfasst und auf dem Zünd Cutter millimetergenau reproduziert werden. «Mit dem Cutter fertige ich Teile, die ich von Hand in dieser Qualität gar nicht herstellen könnte», sagt Seiler.
Die Anschaffung der Zuschnittlösung verstand Seiler nie als reine Investition. Er besuchte die Firma Zünd gleich mit seinem ganzen Team. Laut Seiler ein Schlüsselerlebnis für sie. «Mein Team hat dort aus erster Hand gesehen, wie digitale Technologien moderne Produktionsabläufe unterstützen. Das hat überzeugt – und begeistert.»
Für Seiler ist klar: «In der Schweiz kann ich nur dann erfolgreich produzieren und mich auch international behaupten, wenn ich innovativ denke und handle und unsere Prozesse regelmässig überprüfe und optimiere». Die Investition in einen Zünd Cutter ist daher nicht nur pragmatisch – sie stärkt die Wettbewerbsfähigkeit eines Schweizer Manufakturbetriebs, der sich der Qualität, der Präzision und dem Einsatz hochwertigster Materialien und Produktionsmittel aus der Region verschrieben hat.
Rund 20 Stunden Handarbeit stecken in jedem Sattel von La Belle Sattel – unterstützt von moderner digitaler Zuschnitttechnologie von Zünd. Die Auftragsbücher sind voll: Wer heute bestellt, sattelt sein Pferd in frühestens zwei Monaten mit dem neuen Sattel.
