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26.04.2017

Mit dem Zuschnitt zum edlen Endprodukt

Drucklacke, Sonderfarben, Heissfolienprägungen, Kaschierungen, Laminagen: Geht es um die Veredelung von Drucksachen, ist zumeist von solchen Verfahren die Rede. Der Zuschnitt wird dabei nicht erwähnt. Zu Unrecht. Denn wie die erwähnten Veredelungsmöglichkeiten dient auch der digitale Zuschnitt „der Erzeugung eines höherwertigen Produkts“. So zumindest lautet die Duden’sche Definition des Veredelns. Höchste Zeit also, digitale Flachbettcutter als System zur Produkteveredelung ins rechte Licht zu rücken.
Daniel Bischof, Zünd Systemtechnik AG

Konturschnitt als Form der Veredelung?
Bedruckte Platten, Bögen oder Stoffbahnen zuzuschneiden klingt erst mal einfach. Ist es aber nicht. So unterschiedlich wie die Materialien, so verschieden sind ihre ganz spezifischen Anforderungen. Weich oder hart, starr oder flexibel, wärmeempfindlich, verzugsanfällig. Die Vielfalt der eingesetzten Materialien mit ihren spezifischen Bearbeitungsparametern wächst laufend weiter. Nicht minder vielseitig sind die Anwendungen, die aus solchen Materialien entstehen. Eine Gemeinsamkeit verbindet Displays, Banner, Plakate, Schilder, POS-Steller und Co.: Der Veredelungsschritt auf dem Weg zum Endprodukt, ist in jedem Fall der Zuschnitt. Dieser kann einen funktionalen Nutzen haben oder aber auf dem Druckprodukt eine dekorative Funktion übernehmen.

Der digitale Zuschnitt ist eine Veredelungsdisziplin, die je nach verwendetem Substrat einiges an technischem Fachwissen und Erfahrung bedingt. Diese wird allerdings nicht mehr zwingend vom Bediener verlangt. Das übernimmt mittlerweile leistungsfähige CAM-Software wie das Zünd Cut Center ZCC. Eine integrierte Materialdatenbank hält für alle erdenklichen Materialien die optimalen Bearbeitungsparameter bereit. Damit ist sichergestellt, dass das Material mit der optimalen Bearbeitungsmethode und den perfekt abgestimmten Parametern bearbeitet wird. Im Zuschnitt arbeiten heute nur noch die wenigsten manuell. Nur der digitale Zuschnitt, idealerweise eingebettet in einen durchgängigen Workflow, liefert konstante und wiederholbare Ergebnisse in Top-Qualität.

Schneiden und mehr
Zählen Automatisierung und damit Wirtschaftlichkeit und Flexibilität auch zum Thema Veredelung? Zumindest indirekt. Die Veredelung von Drucksachen ist kostenintensiv und erfolgt häufig in kleinen Losgrössen. Entsprechend wichtig ist ein wirtschaftliches Finishing. Losgrösse 1 wirtschaftlich zu fertigen, kurze Durchlaufzeiten und damit kurze Lieferzeiten gewähren zu können und gleichzeitig höchste Qualität zu liefern sind nur drei wichtige Anforderungen, welche die Anwender an moderne digitale Schneidsysteme stellen. Hier spielt das modulare Baukastenprinzip, das Zünd anbietet, eine tragende Rolle. Damit verfügt der Anwender jederzeit über die Produktionslösung, welche die speziellen Anforderungen der jeweiligen Anwendungen erfüllt. Der Zünd Cutter wächst mit den Aufgaben, die ihm gestellt werden. Der Anwender investiert in ein offenes Produktionssystem, das mit seinen individuellen Anforderungen an Materialhandling und Verarbeitungsmöglichkeiten mitwächst. Neben dem klassischen Zuschnitt mit unterschiedlichen Schneidwerkzeugen lassen sich Produkte ebenso mit Verfahren wie Fräsen, Rillen, Perforieren, Kiss-Cutting oder V-Cutting veredeln. Die Werkzeuge und Module werden mit wenigen Handgriffen ausgewechselt.

Produktivität und Prozesssicherheit sind zentrale Erfolgsfaktoren, um in den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wettbewerbsfähig zu bleiben. Moderne digitale Schneidesysteme erlauben es dem Anwender, dynamisch und flexibel auf sich ändernde Kundenbedürfnisse zu reagieren. Mit automatisierten Produktionslinien produzieren auch KMUs wirtschaftlich und in höchster Qualität. Etwa mit einem Zünd G3 Cutter. Die automatische Materialzufuhr übernimmt ein Sheet Feeder, für die Materialentnahme kann ein kollaborativer Roboter eingesetzt werden. Die Jobs werden ebenfalls vollautomatisch erfasst. Dazu liest eine Kamera den mitgedruckten QR-Code und öffnet im Zünd Cut Center ZCC automatisch den entsprechenden Auftrag.

Zünd geht das Thema Produktivität von mehreren Seiten her an. Sei es durch die einfache Integration ihrer Lösungen in bestehende Produktionsumgebungen, damit der Anwender einen durchgängigen Workflow realisieren kann. Gleichzeitig sind die Schneidesysteme extrem zuverlässig und punkten mit ihrer hohen Verfügbarkeit. Das reduziert Maschinenunterbrüche und steigert die Nettoleistung. Der Anwender wird dabei unterstützt, einzelne Fertigungsschritte zu automatisieren. Beispielsweise mit dem neuen vollautomatischen Fräserwechsler ARC, der die Einrichtezeit auf ein Minimum reduziert und die Prozesssicherheit erhöht. Moderne Cuttersysteme produzieren unterbrechungsfrei. Sie verarbeiten Platten- wie Rollenmaterialien dank zahlreicher automatisierter Materialhandlingoptionen weitgehend autonom. Für Plattenmaterialien bietet Zünd etwa kollaborative Roboter. Für das Grossformat ist das Board Handling System BHS von Zünd eine sehr zuverlässige Lösung für die automatische Materialzuführung und –entnahme.

Veredeln Sie Ihren Workflow
Modulare Hochleistungscutter werden in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt. Was allen Segmenten gemein ist, ist der anhaltende Wettbewerbs- und Margendruck. Die Kunden reagieren darauf mit steter Innovation und mit schlanken, hochautomatisierten Prozessen. Zünd bietet ihnen dazu die passenden technischen Lösungen. Ihre Hochleistungscutter sind ideal auf die Anforderungen in zunehmend digitalisierten Produktionsumgebungen zugeschnitten. Sie sind extrem vielseitig einsetzbar. Sie sind in der Lage, unzählige Materialien auf ein und derselben Maschine zu verarbeiten. Und Zünd Cutter sind modular aufgebaut, damit sie schnell an sich verändernde Kundenbedürfnisse angepasst werden können.

Fazit: All diese Möglichkeiten machen digitale Schneidsysteme zu idealen Veredelungswerkzeugen nach dem Druck. Und sie eröffnen neue Perspektiven im Bestreben, zusätzliche Geschäftsfelder zu erschliessen.